„Den Mitarbeitern wird bei uns Vieles ermöglicht.“

Thomas Nahrgang

hat 1978 als Zivildienstleistender im Rettungsdienst des damaligen DRK Kreisverbandes Marburg begonnen - zunächst als Transportsanitäter - später, nach Verabschiedung des Rettungsdienstgesetzes, als Rettungsassistent.
Er war Betriebsratsvorsitzender in der Übergangs- und Gründungszeit 1996/1997 vom DRK Kreisverband Marburg zum DRK Rettungsdienst Mittelhessen. Einen Großteil seines Dienstes versah er im Marburger Ostkreis (Stadtallendorf, Kirchhain, Neustadt) meistens im Rettungswagen, gelegentlich jedoch auch mit dem Notarzteinsatzfahrzeug.

MA-Langtext

Ich arbeite gerne beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen, weil es eine sehr sinnvolle Tätigkeit ist in einem nicht-profitorientierten, gemeinnützigen Unternehmen.
Den Mitarbeitern wird bei uns Vieles ermöglicht - so konnte ich im Frühjahr 2016 nach längerer Krankheit aus dem Einsatzdienst in unsere Rufzentrale wechseln.

Als ich im Jahr 1978 meinen Zivildienst beim DRK Kreisverband Marburg ableistete, lag die Entscheidung nahe, nach dessen Beendigung auch weiterhin im Rettungsdienst tätig zu sein. Dieser war damals bei weitem nicht so qualifiziert wie heute - wir fuhren in den „Hoch-Lang-Krankenwagen“ mit wenig Ausstattung, luden die Patienten auf die Trage (an Fahrtragen dachte damals noch kein Mensch) und verbrachten sie schnellstmöglich in ein Krankenhaus. Unsere Tätigkeit beschränkte sich weitestgehend auf den Transport - eine medizinische Versorgung bestand höchstens einmal aus dem Anlegen eines Verbandes.

1988 unterbrach ich meine Arbeit beim Roten Kreuz für drei Jahre und absolvierte eine Ausbildung zum medizinischen Dokumentationsassistenten in Marburg. Dort bekam ich nach Abschluss der Ausbildung eine Arbeitsstelle angeboten, die ich jedoch nicht antrat. Stattdessen kehrte ich zum 1. April 1992 wieder zum DRK Kreisverband Marburg zurück. Den Wiedereinstieg in den Rettungsdienst ermöglichte mir der damalige Rettungsdienstleiter Dieter Weber.

Nach dem Zusammenschluss der drei DRK Kreisverbände Marburg, Biedenkopf und Gießen sowie dem Marburger Krankenpflegeteam zum DRK Rettungsdienst Mittelhessen - ich begleitete diese große Veränderung als Betriebsratsvorsitzender - habe ich in den Jahren 1999 bis 2001 die Dienstplanung der Kollegen für den Marburger Ostkreis übernommen.

Im Laufe der Jahre sind die Anforderungen an die Mitarbeiter stetig gestiegen, der Beruf wurde immer anspruchsvoller. In unserem Unternehmen wird großen Wert auf Fort- und Weiterbildung der Kolleginnen und Kollegen gelegt, um den gestellten Anforderungen gerecht werden zu können.

Das Kerngeschäft des Unternehmens ist der „aktive Rettungsdienst“, der Fahrdienst. Alle anderen Abteilungen sollten nach meiner Meinung diesem Kerngeschäft unterstützend zuarbeiten. Dies scheint mir - und das ist mein subjektiver Eindruck - nicht immer der Fall zu sein. Und - ich komme nach wie vor gerne zur Arbeit, aber für mich sind wir sind keine „große Familie“. Meine Familie, die habe ich zu Hause.