„Ich mag das familiäre Arbeiten.“

Eva Panzer

wusste schon früh, dass der Einsatzdienst ihre Berufung ist. Nach dem Abitur hat sie den "klassischen" Einstieg in den DRK Rettungsdienst Mittelhessen gewählt: Erst ein FSJ, dannach die Rettungsassistenten-Ausbildung im unternehmenseigenen Bildungszentrum. Seitdem arbeitet sie als hauptamliche Rettungsassistentin im Bereich Gießen.

MA-Langtext

Ich bin im DRK groß geworden, und für mich kam nach dem Abi nichts anderes als der Rettungsdienst in Frage. Ich mag das familiäre Arbeiten. Privat und beruflich sind bei mir „eins“, der größte Teil meiner Freunde sind Kollegen. Das ist manchmal viel. Aber etwas Unpersönlicheres würde mir nicht so zusagen.

Ich bin im DRK groß geworden – schon mit sechs Jahren habe ich im Jugendrotkreuz mitgemacht, und später auch in der Bereitschaft. Für mich war dann auch schon ganz früh klar, dass ich ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Rettungsdienst machen will. Es kam nach dem Abi für mich gar nichts anderes in Frage.

Im FSJ war es eine tolle Erfahrung, relativ schnell ein wichtiger Teil vom Team zu sein. Man wird rasch mit wichtigen Aufgaben betraut. Für mich bot das FSJ auch einen prima Einstieg in die Ausbildung zur Rettungsassistentin – ich wusste, worauf ich mich einlasse.

Ich mag das familiäre Arbeiten; im Bereich Gießen-Land ist das sehr ausgeprägt. Das schafft ein ganz besonderes Klima. Etwas Unpersönlicheres würde mir nicht so zusagen. Die Stimmung bei uns ist sehr gut, und es gibt wenig Konflikte miteinander. Der Großteil meines Freundeskreises besteht aus Kollegen.

Wir tauschen uns auch über die Arbeit aus. Manchmal ist es viel, dass privat und beruflich „eins“ sind, aber ich bekomme dadurch auch viel Feedback zu meiner Arbeit. Das finde ich gut, denn als Rettungsassistentin fahre ich im Einsatzdienst häufig zusammen mit unerfahreneren Kollegen, die fachlich eher von mir lernen können als umgekehrt.

Mit der Arbeit im Einsatzdienst bin ich sehr zufrieden, und auch mit schwierigen Einsatzsituationen bin ich bisher klargekommen. Inzwischen – nach zwei Jahren als Rettungsassistentin – habe ich auch die nötige Routine. Ich bin jetzt auch Praxisanleiterin und leite einen Auszubildenden an. Das macht mir sehr viel Spaß, und wir harmonieren gut.

Das Unternehmen ist sehr gut strukturiert, manchmal denke ich sogar, zu sehr. Aber bei der Größe ist das wohl nicht anders machbar. Manchmal fehlt der kurze Dienstweg und der persönliche Kontakt zur Geschäftsführung. Wobei ich sagen muss, dass man sich viele Gedanken um die Mitarbeiter macht und es nette Gesten gibt. Ich denke da z.B. an die Schokoladentorten, die es auf allen Rettungswachen gab, als wir die achtjährige Beauftragung für den Rettungsdienst bekommen haben.

Sehr positiv finde ich auch die Inseldienste auf Langeoog und Spiekeroog. Sie sind eine willkommene Abwechslung und eine echte Alternative zum Urlaub, wenn man sich mit der Kombination aus Arbeit und Freizeit arrangieren kann.