Neue Notfallkrankenwagen verstärken Fahrzeugflotten

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Mittelhessen (JUH) und der DRK Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) haben kürzlich neue Notfallkrankenwagen in Dienst gestellt und damit die bisherigen Fahrzeugflotten verstärkt. Bei einem gemeinsamen Termin stellten beide Leistungserbringer im Rettungsdienst ihre Neufahrzeuge in der Gießener Kreisverwaltung vor.

Dort wurden sie von Landrätin Anita Schneider begrüßt: „Als Rettungsdienstträger ist es die Aufgabe des Landkreises Gießen, den stetig steigenden Einsätzen im Rettungsdienst zu begegnen. Daher haben wir beschlossen, den Krankentransport auszubauen, und unsere beiden Leistungserbringer beauftragt, ihre Fahrzeugflotten zu verstärken.“

„Wir sehen immer wieder, dass bei einer Vielzahl von Einsätzen die Verletzungen nicht unmittelbar lebensbedrohlich oder besonders zeitkritisch sind“, sagt der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Gießen Prof. Dr. Simon Little und ergänzt: „Hierdurch wurden bisher hochspezialisierte Rettungswagen unnötig gebunden“. Künftig sollen für qualifizierte Krankentransporte und einfache Notfälle die neuen Notfallkrankenwagen zum Einsatz kommen, um den Rettungsdienst zu entlasten und die Versorgungsqualität zu verbessern.

„Notfallkrankenwagen stellen in der rettungsdienstlichen Fahrzeuginfrastruktur das Bindeglied zwischen Rettungswagen und Krankenwagen dar“, so Dirk Rausch, Bereichsleiter Rettungsdienst bei den Johannitern. „Sie sind in ihren Abmessungen kompakter als ein Rettungswagen und stärker auf einen komfortablen Patiententransport ausgelegt. Dennoch sind sie mit dem notwendigen Equipment ausgestattet, um auch bei Notfällen adäquat eine Erstversorgung durchführen zu können.“

Sowohl bei der JUH als auch beim RDMH wird als Basisfahrzeug ein Ford Transit mit Automatikgetriebe, ausgebaut von der Firma Ambulanzmobile in Schönebeck, eingesetzt. Die Fahrzeugbeklebung wurde gegenüber den im Dienst befindlichen Rettungswagen noch einmal überarbeitet und den neusten Erkenntnissen hinsichtlich der Warnwirkung im Straßenverkehr angepasst. Für die insgesamt sieben neuen Fahrzeuge, die sowohl im Rettungsdienstbereich (RDB) Gießen wie auch im RDB Marburg-Biedenkopf zum Einsatz kommen, wurde ein weitestgehend einheitliches Innenausbau-Konzept, angelehnt an jenes des  Bayrischen Roten Kreuzes (BRK), umgesetzt.

„Das Einsatzfahrzeug ist das wichtigste Arbeitsmittel im Rettungsdienst. Um den ständig wachsenden Anforderungen begegnen zu können, muss die Ausstattung der Fahrzeuge modern und qualitativ hochwertig sein“, erklärt Heiko Hartmann, Referent der Geschäftsführung beim RDMH. Dort ist die Anschaffung der neuen Notfallkrankenwagen nur ein Teil des bevorstehenden Fuhrparkwechsels, der 2019 abgeschlossen werden soll und alle Fahrzeuge betrifft.

Von Links: Marco Schulte-Lünzum (Regionalvorstand JUH), Heiko Hartmann (Referent der Geschäftsführung RDMH), Prof. Dr. Simon Little (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Landkreis Gießen), Dirk Rausch (Bereichsleiter Rettungsdienst JUH), Landrätin Anita Schneider, Mario Binsch (Kreisbrandinspektor) und Björn Kohlhaussen (Praxisanleiter JUH). Foto: RDMH

Von Links: Marco Schulte-Lünzum (Regionalvorstand JUH), Heiko Hartmann (Referent der Geschäftsführung RDMH), Prof. Dr. Simon Little (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Landkreis Gießen), Dirk Rausch (Bereichsleiter Rettungsdienst JUH), Landrätin Anita Schneider, Mario Binsch (Kreisbrandinspektor) und Björn Kohlhaussen (Praxisanleiter JUH). Foto: RDMH