Mitarbeiter/innen absolvierten Peer-Schulung

In der Regel sind es Einsatzkräfte gewohnt, mit alltäglichen Belastungen umzugehen. Manche Ereignisse, wie besonders schwere Einsätze mit vielen Verletzten oder Toten, können die normalen Bewältigungsstrategien überfordern.

Um den Betroffenen in solchen Momenten zur Seite stehen zu können, absolvierten Mitarbeiter/innen des DRK Rettungsdienst Mittelhessen vor kurzem eine Peer-Schulung.

Peers sind in Gesprächsführung ausgebildete Helfer/innen, die selbst aus dem Einsatzdienst stammen. Durch den gleichen Ausbildungsstand können Peers Situationen nachvollziehen und Betroffene besonders gut unterstützen. In mehreren Schulungen werden den Peers unter anderem Theorie, Grundlagen der Gesprächsführung oder der Erwerb von Kenntnissen über Trauma und Belastungsreaktionen vermittelt. In vielen praktischen Übungen, zum Beispiel durch das Training von Einzel- und Gruppengesprächen, werden die Peers auf ihre zukünftige Aufgabe vorbereitet.

Bereits seit 2012 sind beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen Peers im Einsatz. Bisher sind acht Mitarbeiter/innen als Peers ausgebildet. Die Gruppe wird aktuell erweitert. Fachlich geleitet wird die Einsatzkräftenachsorge durch drei psychosoziale Fachkräfte mit therapeutischer/traumatherapeutischer Ausbildung. Die Schulungen und die spätere Arbeit der Peers erfolgen auf Grundlage der Standards der Bundesvereinigung für Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen (SbE e.V.). Dies ist die erste und größte Einsatznachsorge-Organisation im deutschsprachigen Bereich, ein Zusammenschluss von Fachleuten und Initiativen, die eine ereignisorientierte Nachsorge zur Aufgabe gemacht haben. Mehr Infos: www.sbe-ev.de