Kinderklinik trainiert Notfälle

Dass Erfolg eine Teamleistung ist, bewies das interdisziplinäre Team aus Ärzten und Kinderkrankenpflegepersonal der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) am Standort Gießen im Rahmen eines pädiatrischen Simulationstrainings eindrucksvoll.

Ein kleiner Junge im Kindergartenalter wird gerade reanimiert. Sein Herz schlägt nur noch sehr langsam, nachdem er plötzlich aufgehört hatte zu atmen. Alle Teammitglieder im Raum wissen: Jetzt muss es schnell gehen! Der Wettlauf gegen die Zeit hat vor wenigen Sekunden begonnen.
Nach mehreren Minuten lebensunterstützender Maßnahmen unter maximalem Einsatz der Ärzte und des Kinderkrankenpflegepersonals stabilisiert sich der Zustand des Kindes. Doch das Team bleibt hochkonzentriert und professionell, rekonstruiert das bisherige Geschehen und plant das weitere Vorgehen.

Mit Applaus beendet das Trainerteam des Simulationszentrums die Situation und lobt: „Starke Performance!“ Sichtlich erleichtert, aber auch abgekämpft lassen die Teilnehmer von dem kleinen Patienten ab. Das Lächeln in ihren Gesichtern spiegelt die erlösende Nachricht: Das Kind lebt!

Auch die weiteren Notfallsituationen aus dem pädiatrisch-internistischen und –kardiologischen sowie aus dem neonatologischen Bereich absolviert das Team hochmotiviert und leitlinienkonform. „Der hohe medizinische Standard des Universitätsklinikums wurde bei dieser Patientenversorgung umgesetzt.“, so das Fazit der Trainer. „Mit den Methoden des Crew Resource Managements kann diese beeindruckende Leistung des Teams und jedes Einzelnen stabilisiert und weiterentwickelt werden. Die Handlungsabläufe von kritischen und demzufolge stark herausfordernden Situation bergen ein hohes Potential an Qualitätssicherung  und –steigerung in sich.“

Ein Teilnehmer resümiert das Simulationstraining: „Dass solche Simulationstrainings einen Nutzen für die alltägliche Berufspraxis haben, liegt natürlich auf der Hand. Heute habe ich das nun auch erfahren dürfen. Wir müssen das unbedingt regelmäßig wiederholen!“ Mit einhelligem Nicken stimmen die Kolleginnen und Kollegen der Kinderklinik dem zu.