Ein Meilenstein: Abschluss der ersten Notfallsanitäterausbildung

Ein Meilenstein nicht nur für die Prüflinge - das ist der erfolgreiche Abschluss der ersten Notfallsanitäterausbildung in Marburg. 2014 war das neue Berufsbild mit dreijähriger Ausbildungszeit eingeführt worden. Insgesamt 23 Azubis des DRK Rettungsdienst Mittelhessen und der Johanniter haben nach dreijähriger Ausbildung die Prüfung zum Notfallsanitäter abgelegt. Ein großer Teil von ihnen bleibt in der mittelhessischen Region und wird im Einsatzdienst des DRK Rettungsdienst Mittelhessen und der Johannitern weiter beschäftigt.

2014 löste das neue, nunmehr dreijährige Berufsbild die bisherige zweijährige Rettungsassistenten-Ausbildung ab. Der erfolgreiche Durchlauf der ersten Notfallsanitäter-Ausbildung war eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten. Er ist somit nicht nur ein wichtiger Meilenstein für die Auszubildenden selbst, sondern auch für den DRK Rettungsdienst Mittelhessen mit seinem Bildungszentrum und für die Johanniter. Entsprechend groß wurde dieser erste Ausbildungsabschluss am 25. August im Marburger TTZ gefeiert.

Viele Gratulationen und Grußworte machten deutlich, wie wichtig die Einführung des neuen Berufsbildes für den Rettungsdienst ist. Sie kamen von den Landrätinnen Fründt (Marburg-Biedenkopf) und Schneider (Gießen) ebenso wie von Angelika Löber, die im Namen der DRK-Gesellschafter-Kreisverbände eine Gratulation überbrachte. Silke Ley, die im Regierungspräsidium Darmstadt die Einführung des neuen Berufsbildes in Hessen verantwortet, machte deutlich, welche herausragende Rolle das DRK Bildungszentrum in Marburg für die Umsetzung der Notfallsanitäter-Ausbildung spielt. Oliver Meermann, Vorstandsmitglied des JUH Landesverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar, verwies auf den großen Wert, den die praktische Erfahrung im Rettungsdienst habe und riet den neuen Fachkräften: „Erfahrung muss man sich erarbeiten. Verlieren Sie darum nie den Respekt vor erfahrenen Kollegen.“

Dafür, dass auch die Unterhaltung nicht zu kurz kam, sorgten die Notfallsanitäter-Auszubildenden im 2. Jahr. Sie ließen die Kursleiter des Abschlussjahrgangs zu einer nicht ganz ernst gemeinten praktischen Übung antreten, und später erläuterte der „Rettungsengel“ Thorben Zaun die zehn Gebote im Rettungsdienst. Der Gitarrist Steven Schlömer sorgte für stimmungsvolle, musikalische Untermalung. Zum Abschluss der Feierstunde wurde es eng: 15 Praxisanleiter und 23 Absolventen wurden auf die Bühne gerufen, um ihnen zu danken und  ihnen zu gratulieren. Die Praxisanleiter hatten die praktische Ausbildung auf der Rettungswache begleitet.

Das Berufsbild „Notfallsanitäter“ ist an die gestiegenen Anforderungen in der Notfallversorgung angepasst. Neben der notfallmedizinischen Ausbildung wird verstärkt Wert auf die sozialen Kompetenzen gelegt.

„Willkommen in der Rettungsgasse“ hieß es für die Kursleiter Henrik Bender (l.) und Dr. Anita Becker. Sie mussten ihr Können in einer nicht ganz ernst gemeinten praktischen Übung unter Beweis stellen. Foto: DRK Rettungsdienst Mittelhessen

„Rettungsengel“ Thorben Zaun erläuterte die zehn Gebote des Rettungsdienstes. Foto: DRK Rettungsdienst Mittelhessen

Volle Bühne: Die frisch gebackenen Notfallsanitäterinnen und –sanitäter (vorn) mit ihren Praxisanleitern. Foto: DRK Rettungsdienst Mittelhessen