Bemusterung automatischer Reanimationssysteme

Automatische Reanimationssysteme sind für das Einsatzdienstpersonal eine erhebliche Erleichterung. Nur mit Hilfe dieser Technik ist eine laufende Herz-Lungen-Wiederbelebung während eines Patiententransports sicher möglich.

Der DRK Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) hatte  in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Gießen bisher die Geräte der Firma Zoll genutzt, die mittlerweile in die  Jahre gekommen sind. Der RDMH im Vogelsbergkreis und der Rettungsdienst Eschenburg verfügen bisher nicht über automatische Reanimationssysteme. Um für den Austausch gegen neuere Modelle bzw. für eine Neuanschaffung eine Entscheidung treffen zu können, sind Ende Oktober Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den einzelnen Bereiche zusammengekommen und haben gemeinsam mit Kollegen des DRK Dillenburg und den Maltesern aus Wetzlar unterschiedliche Geräte in Augenschein genommen.

Getestet wurden Autopuls der Firma Zoll, das EasyPuls der Firma Schiller, das LUCAS der Firma Physio Control und das CPR der Firma Corpuls. Um einen guten Eindruck der unterschiedlichen Geräte zu bekommen und im Anschluss eine Entscheidung treffen zu können, haben die Teilnehmenden an zwei Tagen alle Reanimationssysteme ausführlich ausprobiert.

Zur Evaluation der Tests gab es einen Online Fragebogen, dessen Ergebnisse aktuell zusammengeführt und ausgewertet werden. Danach soll eine Kaufentscheidung getroffen werden. Für die Kollegen des DRK Dillenburg und der Malteser Wetzlar war diese Bemusterung eine Gelegenheit, die Systeme kennenzulernen. Sie treffen eine Kaufentscheidung auf Basis eigener Kriterien. Die Geräte kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro und werden für alle Notarzteinsatzfahrzeuge angeschafft. Für den Rettungsdienst Mittelhessen werden für alle Bereiche insgesamt 20  Stück benötigt.

Praxistest des Corpuls-Gerätes, bei dem hier die „Hand-Off“-Zeit gemessen wird. Überprüft werden sollte, wie lange bei der Anlage des Systems keine Kompression stattfindet.

Anwendung des LUCAS 3 von Physio Control bei unterschiedlichen Thoraxhöhen im Vergleich zur Simulationspuppe.