25 Jahre Engagement und Verantwortung

Dr. Erich Wranze-Bielefeld, Notarzt in Dautphetal-Wolfgruben und ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Landkreises Marburg-Biedenkopf, feierte im April sein 25jähriges Jubiläum als freiberuflicher Notarzt. Im Kreis von beruflichen und persönlichen Weggefährten wurden seine Leistungen und sein Engagement für eine hohe Qualität der Notfallversorgung in der mittelhessischen Region gewürdigt.

Aufgrund der Initiative des damaligen Dezernenten Thomas Naumann und des damaligen stellvertretenden Leiters des Gesundheitsamtes Dr. Ingo Werner wurde am 1. April 1992 das Notarztsystem am Krankenhaus Biedenkopf fest etabliert. Dr. Wranze-Bielefeld übernahm im ersten Jahr den größten Teil der Notarztdienste, Als Vertretung standen die Belegärzte Dr. Hoffmann und Dr. Gila zur Verfügung. 1993 kam Ulrich Küster als weiterer freiberuflicher Notarzt dazu. Trotz des hohen Arbeitsaufkommens im Notarztdienst arbeiteten Wranze-Bielefeld und Küster im ärztlichen Bereitschaftsdienst in Gladenbach mit und übernahmen auch Dienste in Alsfeld. Der Etablierung des Notarzt-Standorts war ein dreimonatiger Probebetrieb vorausgegangen. Hier hatte sich gezeigt, dass er eine sinnvolle Ergänzung zu dem damals einzigen Notarzt-System am Marburger Uniklinikum darstellte. Durch das zusätzliche Notarzteinsatzfahrzeug konnte die schnelle Erreichbarkeit von Notfällen im Hinterland deutlich verbessert werden. 1996 zog der Standort nach Dautphetal-Wolfgruben um, wo er bis heute ansässig ist. Durch die zentrale Lage konnten die Anfahrtswege zu den Einsätzen verkürzt werden. Im Juni 2004 kam für Wranze-Bielefeld eine neue Aufgabe dazu: Der damalige Landrat Robert Fischbach verpflichtete ihn als Ärztlichen Leiter Rettungsdienst für den Landkreis Marburg-Biedenkopf. Als Träger der Notfallversorgung gewann er damit einen sehr erfahrenen Notfallmediziner für diese Position. Wranze-Bielefeld übernahm zahlreiche Aufgaben und arbeitet seither in zahlreichen Gremien mit, die Fragen zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Rettungsdienstes zur Aufgabe haben. Dabei ist er weiterhin im Notarztdienst tätig und übernahm beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen auch Dienste bei Intensivtransporten und Verlegungsflügen. In den letzten Jahren brachte er sich engagiert in die Einführung des neuen, dreijährigen Berufsbildes „Notfallsanitäter“ ein. Darüber hinaus engagiert sich auch international: So ist er in der Katastrophenhilfe des THW in der „Schnelleinsatz-Bergung Ausland“ (SEEBA) aktiv und wirkte bereits an einer Vielzahl von Auslandseinsätzen mit. Auch an der strategischen Entwicklung von Eingreiftruppen und der Zertifizierung ausländischer Eingreiftruppen ist er beteiligt. Markus Müller, Geschäftsführer des DRK Rettungsdienstes Mittelhessen, fasste abschließend zusammen: „Was die Notfallmedizin betrifft, bist und bleibst du ein Pionier seit der ersten Stunde – und bist damit maßgeblich beteiligt an der Entwicklung und dem heutigen Stand der Notfallversorgung im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Für das langjährige Engagement und die Einsatzbereitschaft, die über ein normales Maß weit hinaus geht, möchte ich mich im Namen aller Anwesenden ganz herzlich bedanken.“

Vorne: Markus Müller (Geschäftsführer des DRK Rettungsdienst Mittelhessen), Reiner Kegel (langjähriger rotarischer Freund des Jubilars und ehem. Präsident des DRK Kreisverbandes Biedenkopf), Werner Reitz (Präsident des DRK Kreisverbandes Biedenkopf), Kirsten Fründt (Landrätin), Dr. Erich Wranze-Bielefeld mit Frau, Maik Klein (Leiter der Leitstelle) Hinten: Dr. Ingo Werner (ehem. Leiter des Gesundheitsamtes Marburg-Biedenkopf), Heiko Hartmann (Betriebsleiter des DRK Rettungsdienstes Mittelhessen), Prof. Dr. Clemens Kill (Leiter des Zentrums für Notfallmedizin am Uniklinikum Marburg), Reiner Platt (DRK Kreisverband Biedenkopf), Karl Friedrich Salzmann (ehem. kaufmännischer Leiter des DRK Rettungsdienst Mittelhessen), Ulrich Küster (Notarzt) und Willy Welsch (Vorstandsvorsitzender des DRK Kreisverbandes Biedenkopf)