Umfangreiche DRK-Beteiligung bei Großeinsatz in Marburg

In den frühen Morgenstunden des 24. Juni hat der Brand eines Hochhauses am Marburger Richtsberg einen Großeinsatz ausgelöst, an dem 260 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei beteiligt waren.

Neben der Brandbekämpfung stellte auch die Evakuierung der 280 gemeldeten Bewohner Feuerwehr und Rettungsdienst vor eine gewaltige Aufgabe. Der Brandherd befand sich im Keller und das Gebäude war stark verraucht, so dass die Rettung der Bewohner zum Teil über Drehleitern erfolgen musste.

Für die Bewältigung dieses Schadensereignisses hatte das Unternehmen in kürzester Zeit acht Einsatzfahrzeuge zusätzlich besetzt, denn parallel zum Großeinsatz musste auch die reguläre Notfallsversorgung im Landkreis Marburg-Biedenkopf aufrecht erhalten werden.

23 Bewohner und ein Feuerwehrmann mussten in die Klinik transportiert werden. Die anderen Betroffenen wurden mit Bussen in die Sporthalle am Georg-Gassmann-Stadion gebracht. Zur Unterstützung hatte der DRK Rettungsdienst Mittelhessen dafür zusätzlich zwei Mannschaftstransportwagen mit Fahrern bereit gestellt.

Zusätzlich waren 100 ehrenamtliche Kräfte des DRK am Einsatz beteiligt. Für die vier Sanitäts- und Betreuungszüge im Landkreis Marburg-Biedenkopf hatte es Vollalarm gegeben. Zur Sicherheit wurden die DRK-Bereitschaften des DRK Kreisverbandes Gießen in Voralarm versetzt, um ggf. weitere Hilfskräfte verfügbar zu machen. Sie kamen jedoch nicht zum Einsatz.

An der Einsatzstelle richteten die beteiligten Bereitschaften eine Behandlungsstelle ein, wo die Vorsichtung und Registrierung der geretteten Bewohner erfolgte. Hier wurden auch Patienten mit erhöhten CO-Werten bis zur Normalisierung der Werte betreut. Von hier erfolgte auch der Transport der Patienten durch den Rettungsdienst, die stationär aufgenommen werden mussten. Weiterhin wurde die Verpflegung von rund 400 Betroffenen und Einsatzkräften sicher gestellt.


Parallel sorgten die Bereitschaften für den Aufbau einer Notunterkunft in der Turnhalle des Georg-Gaßmann-Stadions ein. Sie stellten Feldbetten und Decken bereit, sorgten für Verpflegung und bei Bedarf auch für Bekleidung, die aus der Kleiderkammer des DRK Kreisverbandes Marburg zur Verfügung gestellt wurde. Auch eine Erste-Hilfe-Station wurde eingerichtet, um die medizinische Versorgung der Betroffenen sicher zu stellen.

Damit war der Einsatz jedoch nicht zu Ende: Die Verpflegung für die Bewohner, die inzwischen in Übergangsquartiere gebracht wurden, stellt das DRK noch zwei Tage lang zur Verfügung.