Simulationszentrum feierlich eröffnet

Am 10. Juni hat der DRK Rettungsdienst Mittelhessen in Marburg sein Simulationszentrum feierlich eröffnet.

In der Feierstunde unterstrichen der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Dr. Lars Witteck, Regierungspräsident Gießen, die Bedeutung, die das neue Zentrum für die Patientenversorgung hat – für die mittelhessische Region und darüber hinaus.

Rund 200 Gäste waren der Einladung gefolgt und informierten sich vor Ort über die Möglichkeiten, die das neue Zentrum bietet. Die Angebote richten sich an alle Bereiche, in denen Patienten versorgt werden – präklinisch, klinisch und ambulant. Im Mittelpunkt steht das Training von Notfallsituationen. Notfälle treten relativ selten ein – und gerade das macht es schwierig, im Arbeitsalltag die notwendige Routine dafür zu erlangen. Simulation eröffnet die Möglichkeit, in geschütztem Rahmen zu trainieren und dadurch Handlungssicherheit zu erwerben.

Bouffier attestierte der Notfallmedizin in Marburg eine herausragende Stellung in Hessen, nicht zuletzt wegen der engen Kooperation zwischen dem UKGM und dem DRK Rettungsdienst Mittelhessen bei der Ausbildung von ärztlichem und nichtärztlichem Fachpersonal für den Rettungsdienst. Er zeigte sich auch begeistert von der Breite des Simulationsangebotes. Das neue Simulationszentrum besäße „Strahlkraft weit über die Region hinaus“. Er dankte außerdem allen in der Medizin Tätigen, ob haupt- oder ehrenamtlich, für ihre Arbeit und ihren täglichen Einsatz. Abschließend überreichte er Geschäftsführer Markus Müller die Ehrenkachel des Landes Hessen – als besondere Wertschätzung gegenüber der Leistung des Unternehmens.

Regierungspräsident Dr. Lars Witteck gratulierte auch im Namen der beiden Landrätinnen, Kirsten Fründt und Anita Schneider sowie Bürgermeister Franz Kahle zu dieser Eröffnung. „Wir alle sind sehr stolz darauf, dass der DRK Rettungsdienst die Niederlassung in Marburg mit einem Simulationszentrum ausgebaut und sich hier in Mittelhessen weiterentwickelt hat.“ Er dankte für die Innovationskraft des Deutschen Roten Kreuzes und für die neuen Impulse in der Region Mittelhessen. „Mit dieser ausgesprochen klugen und weitsichtigen Investition gelingt es Ihnen, Mittelhessen im Bereich der Medizin und Notfallversorgung exzellent aufzustellen.“

Für Markus Müller, Geschäftsführer des DRK Rettungsdienst Mittelhessen, ist das Simulationszentrum ein wichtiger Meilenstein: „Die Anforderungen in der Patientenversorgung sind in den letzten Jahren sehr gestiegen – nicht nur im Rettungsdienst. Viele, die in diesen Bereichen arbeiten, tragen in ihrem Arbeitsalltag hohe Verantwortung und dürfen auch in kritischen Situationen keine Fehler machen. Die Angebote an unserem Simulationszentrum sollen dazu beitragen, dass sie diesen Anforderungen auch entsprechen können.“

In den Trainings stehen den Teilnehmern erfahrene Instruktoren zur Seite, die aus dem DRK Rettungsdienst Mittelhessen und dem Zentrum für Notfallmedizin am Uniklinikum Marburg stammen. Über 20 computergesteuerte Erwachsenen-, Kind-, Neugeborenen- und Geburtssimulatoren ermöglichen die Darstellung von nahezu jeder Notfallsituation. In den Trainings geht es immer darum, neben dem korrekten fachlich-medizinischen Handling auch Strategien für die Zusammenarbeit im Team zu erarbeiten.

Die Trainings können in den Simulationsräumen, im Simulations-Rettungswagen oder auch andernorts durchgeführt werden. Die Einsatzszenarien werden über Medientechnik gesteuert und aufgezeichnet.  Die Videoaufzeichnung wird für das abschließende  Debriefing eingesetzt. Das macht einen hohen Lerneffekt möglich – für jeden Einzelnen, aber auch für das ganze Team.