Aktuelle Entwicklungen der Notfallmedizin in Theorie und Praxis waren Themen des Rettungsdienst-Symposiums

Das Mittelhessische Rettungsdienst-Symposium ist mittlerweile eine feste Größe im Fortbildungskalender der Notfallmediziner und Rettungsdienstmitarbeiter. Immer im Januar, mittlerweile zum 14. Mal, lädt der ‚Qualitätszirkel Notfallmedizin‘ zum zweitägigen Symposium ein.

In diesem Jahr fanden die Fachvorträge der Weiterbildungsveranstaltung am vergangenen Samstag (17. Januar) im Kulturzentrum Buseck statt. Die Workshops zu aktuellen notfallmedizinischen Themen in Theorie und Praxis wurden bereits am Freitag (16. Januar) von 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Universitätsklinikum Gießen sowie der Johanniter-Unfall-Hilfe Luftrettungsstation in Gießen besucht.

Insgesamt sechs praxisorientierte Workshops boten Trainingseinheiten zu rettungsdienstrelevanten Themen an. Darunter waren Kurse zu Beatmungsmethoden, Wund- und Frakturversorgung oder Vor-Ort-Untersuchungen im Rettungsdienst. Zudem wurden zwei Szenarien simuliert: Die Verlegung eines Patienten mit dem Intensivtransportwagen und die Versorgung eines Patienten im Simulationsrettungswagen, was als Teamtrainingsübung angelegt war. Über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Landkreisen Gießen sowie Marburg-Biedenkopf und darüber hinaus besuchten das Symposium.

Anita Schneider, Landrätin im Landkreis Gießen, weiß um die überregionale Bedeutung des Symposiums: „Das Mittelhessische Rettungsdienst-Symposium hat sich in den vergangenen Jahren dank des hohen fachlichen Niveaus einen guten Namen gemacht. Hier wird neuestes Fachwissen kompetent und effektiv vermittelt. Damit leistet die Fortbildungsveranstaltung einen essenziellen Beitrag zur Qualitätssicherung in der Notfallmedizin. Immerhin werden jährlich rund 80.000 Einsätze in den beiden Landkreisen gezählt und wir wollen, dass die Patienten bestmöglich versorgt werden.“
Auch Amtskollegin Kirsten Fründt aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf unterstrich: „Die Landkreise sind nicht nur Träger des Rettungsdienstes, sie haben auch die Aufgabe, die Qualität der rettungsdienstlichen Arbeit zu sichern. Wir wollen das hohe fachliche Niveau der Versorgung und Fortbildung nicht nur erhalten, sondern auch kontinuierlich verbessern. Die Bürgerinnen und Bürger in unserer Region können sicher und beruhigt sein, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes hervorragend ausgebildet sind.“

 

Veranstalter sind die Landkreise Gießen und Marburg-Biedenkopf, das Universitätsklinikum Gießen und Marburg, die Philipps-Universität Marburg, der DRK Rettungsdienst Mittelhessen, die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Mittelhessen und der Malteser Hilfsdienst, Bezirk Rhein-Main-Mittelhessen. Organisiert wird das Symposium mit großer Kompetenz von den Fachleuten des Qualitätszirkels Notfallmedizin, einem Gremium der Rettungsdienstträger, der Leistungserbringer und des Universitätsklinikums Gießen/Marburg GmbH.
Gemeinsam arbeitet das Gremium daran, die Qualität der Notfallversorgung zu überprüfen und stetig weiter zu verbessern. Diesem Ziel dient auch das Symposium: Neben praxisorientiertem Input für die Arbeit im Einsatzdienst bietet es Raum für den Austausch zu aktuellen Entwicklungen in der Notfallmedizin.