Gemeinsam mehr erreichen – unsere Kooperationen
Gute Versorgung entsteht nicht im Alleingang. Der DRK Rettungsdienst Mittelhessen ist überzeugt: Wer die Zukunft der außerklinischen Versorgung aktiv gestalten will, braucht starke Partner an seiner Seite. Deshalb geht der RDMH gezielte Kooperationen ein – überall dort, wo gemeinsames Handeln mehr bewirkt als alleiniges Arbeiten.
Der Anspruch dabei ist klar: Partnerschaften auf Augenhöhe, die die Arbeit voranbringen, Innovation fördern und die Qualität der Versorgung nachhaltig stärken. In diese Partnerschaften bringt der RDMH seine Stärken ein – regionale Verwurzelung, langjährige Erfahrung im Rettungsdienst und den Werterahmen des Deutschen Roten Kreuzes. Kooperationen sind kein Selbstzweck, sondern ein konkreter Beitrag zu einer hochwertigen, empathischen und zukunftsfähigen Versorgung der Menschen in Mittelhessen.
Füreinander da. Miteinander stark.
Projekt JET-SAVE mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM)
Die Technische Hochschule Mittelhessen, die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Thora Tech GmbH und der DRK Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) entwickeln gemeinsam ein automatisches Beatmungsgerät, das es auch Laien ermöglichst, eine Beatmung sicher und effektiv durchzuführen. Mit dem Forschungsprojekt JET-SAVE setzen sich alle Projektpartner für eine bestmögliche Patientenversorgung ein.
Wenn jede Sekunde zählt
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sinkt die Überlebenschance pro Minute ohne Reanimation um zehn Prozent. Während die Herzdruckmassage vielen bekannt ist, unterbleibt die ebenso wichtige Beatmung in der Praxis häufig – aus Angst, etwas falsch zu machen oder sich zu infizieren.
Das Projekt JET-SAVE setzt genau an dieser Lücke an: Auf Basis der Jetventilationstechnologie – bei der Atemluft in kleinen Pulsen durch feine Leitungen in die Atemwege gestoßen wird – entsteht ein Gerät, das vollautomatisch beatmet, während sich Laienhelfer auf die Herzdruckmassage konzentrieren können. Sensoren messen kontinuierlich Sauerstoff- und CO2-Werte und passen die Beatmung automatisch an. Integrierte Sicherheitsfunktionen erkennen Probleme wie eine verrutschte Maske und reagieren sofort. Ab 2028 soll das Gerät in Deutschland vermarktet werden.
Was die Kooperation beinhaltet:
- Technische Umsetzung und Integration der Sensorik durch die Thora Tech GmbH
- Wissenschaftliche Untersuchung der Anforderungen verschiedener Zielgruppen durch den Fachbereich Gesundheit der THM
- Test und Optimierung der Beatmungsparameter durch den Fachbereich Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen
- Praxisnahe Tests im Simulationszentrum des RDMH in Marburg sowie Einbringung von Erfahrungen aus dem Einsatzdienst
- Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung
Hochschule Döpfer
DRK Mittelhessen und HSD Hochschule Döpfer entwickeln gemeinsam evidenzbasierte Ansätze für eine bessere Versorgung von Notfallpatientinnen und -patienten. Mit ihrer Kooperation setzen beide Partner ein Zeichen für die Förderung praxisnaher Ausbildung und die qualitative Weiterentwicklung des Rettungsdienstes durch neueste Erkenntnisse aus den Rettungswissenschaften.
Wissenschaft trifft Praxis
Der Rettungsdienst verändert sich. Komplexere Einsatzlagen, neue Versorgungskonzepte und ein wachsender Fachkräftebedarf erfordern Mitarbeitende, die nicht nur handlungssicher sind, sondern auch Entwicklungen im Rettungswesen aktiv mitgestalten können.
Die Kooperation mit der HSD schafft dafür eine strukturelle Grundlage: Wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Rettungswissenschaften werden direkt mit der Einsatzrealität verknüpft – zum Vorteil unserer Mitarbeitenden und der Menschen, die wir versorgen.
Was die Kooperation beinhaltet:
- Gemeinsame Projekte und fachlicher Austausch zwischen Hochschule und Rettungsdienst
- Mitwirkung an praxisorientierten Lehrformaten der HSD
- Wissenschaftliche Begleitung aktueller Entwicklungen im Rettungsdienst
- Vergünstigter Zugang für Mitarbeitende zu allen Studienangeboten und Zertifikatskursen der HSD














